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Wie entstehen die Preise von Whisky-Flaschen?

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Wer hat sich nicht schon einmal geärgert, warum eine gute Flasche Malt Whisky rund 35 Euro kostet und im Supermarkt bezahlt man für Noname-Whiskys nur die Hälfte? Ist etwa der Teuro Schuld daran? - Nein, so einfach ist es leider nicht.

Die Preise von Malt Whisky Flaschen unterliegen keiner Willkür, obwohl es uns manchmal wundert, dass ein Bowmore 12 Jahre gleich viel kostet wie ein Isle of Arran ohne Altersangabe. Wie setzt sich der Preis einer Whisky-Flasche zusammen?

Die Herstellung ist schnell geklärt. Pro Liter Whisky werden etwas gemälzte Gerste und einige Liter heißes Wasser verbraucht. Ferner benötigt man eine kleine Brennerei, die mit zwei Handvoll Mitarbeitern kurz vor dem Ende der Welt, kostengünstig produziert. Je Liter Rohwhisky rechnet man mit Herstellungskosten von 2 Euro. Zusätzliche 2 Euro für Verpackung und Transport nach Deutschland, 3 bis 4 Euro Alkoholsteuer, ein wenig Gewinn für alle Beteiligten und zum Schluss noch 16% Mehrwertsteuer oben drauf ... Das sollte zu einem Verkaufspreis von gut 10 Euro pro Flasche führen. Warum kostet nun eine Flasche guter Malt Whisky dreimal soviel?

Die Antwort auf diese Frage liegt in den Feinheiten unseres Wirtschaftssystems begründet. Die einfache Formel Einkaufspreis+Gewinn=Verkaufpreis lernen wir in der Schule. Tatsächlich wird in dieser Rechnung mit den Kosten der wichtigste Faktor verschwiegen. An jeder Stelle fallen immense Kosten an, die auf jede einzelne, verkaufte Flasche umgelegt werden müssen. Stellt eine Brennerei 1 Mio. Liter Whisky pro Jahr her, dann teilen sich die Personal- und Gebäudekosten durch diese eine Million. Um aber die Fässer auszusuchen, aus denen nach 12 Jahren 100.000 Liter guter Malt Whisky abgefüllt werden, muss die gesamte hergestellte Menge jedes Jahr von Menschen getestet und bewertet werden. Dabei fallen über 12 Jahre hinweg Personalkosten an, die letztendlich nur durch 100.000 geteilt werden dürfen.

Der zweite große Kostenfaktor ist die Werbung für Malt Whisky. Nur wenn ausreichend viele Genießer für eine Brennerei gewonnen werden, rentiert sich die große Produktion und der systematische Auswahlprozess der besten Fässer. Für Marken wie z.B. Bowmore, Macallan und Glenmorangie gehen die Werbe-Etats weit in die Millionen. 10 Euro Werbekosten pro Flasche werden nicht selten überschritten. Auch wenn wir als Malt-Liebhaber diese Kosten als unnötig erachten, sie lassen sich leider nicht vermeiden. Ohne Werbung kann keine Brennerei große Stückzahlen erreichen. Die hohen Jahreskosten für den Betrieb der Anlagen und Lagerhäuser müssten auf wenige Flaschen umgelegt werden. Niemand würde diese teuren Flaschen kaufen. Die jungen, kleinen Brennereien Arran und Drumguish können ein Lied davon singen.

Schauen wir weiter in Richtung Kunde. Palettenweise versendet der Hersteller die Whisky-Flaschen zum Großhändler. Kartonweise erreichen die einzelnen Lieferungen die Verkaufsregale der Händler. Vereinzelung, Umpacken, Gewinn des Großhändlers und der Weitertransport addieren weitere 5 bis 10 Euro zu jeder Flasche.

Über allem liegt die Zinslast für jedes Whiskylager. Hat ein Händler sehr viel Auswahl und dreht sich das Lager nicht mehrmals pro Jahr um, dann wird jede nicht verkaufte Flasche pro Jahr um den Bankzins teurer. Dies gilt nicht nur für den kleinen Händler. Auch der Großhändler, der Schwankungen in der Konjunktur und Nachfrage ausgleichen muss, kämpft mit den Kapitalkosten. 10% Kapitalzins werden pro Jahr recht oft überschritten. Die Kapitaldecke der Händler reicht zur Eigenfinanzierung nicht aus und die Banken tragen das Risiko. Ganz besonders deutlich wird der Zinseffekt bei Jahrgangsabfüllungen. Jede dieser Flaschen, die Sie in späteren Jahren erwerben, steigt im Preis mit mindestens 10% pro Jahr. Sammler können mit frühzeitigen Käufen viel Geld sparen.

Wie kann man jetzt Kosten vermeiden und preiswert Whiskys anbieten? Der Schlüssel dazu liegt im Einkauf. Wer palettenweise einkauft, auf Großhändler nicht angewiesen ist und sein Lager vielfach pro Jahr umdreht, spart an den hohen Verteil- und Kapitalkosten. Sie als Kunde sehen bei dieser Vorgehensweise in erster Linie die hohe Lieferfähigkeit mit kurzen Bestellzeiten. Schönes Nebenprodukt sind regelmäßige Sonderangebote, die dem Kunden den Preisvorteil des Mengeneinkaufs auch für seltenere Flaschen durchreichen.

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