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Beim Tasting die richtigen Worte finden

6.12.2001 08:13 von Chris Keller Ich bin noch Neuling auf dem Gebiet der Single Malt Whiskies und weiss bei einem Tasting nicht, wie ich mich ausdrücken soll. Die anderen Teilnehmer wissen sich immer auszudrücken. Das einzige was ich schmecke ist der Rauch.

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Autor Beitrag
Michael Gollob
9.12.2001 09:03
Re: Beim Tasting die richtigen Worte finden
Es ist nicht so einfach, dir Tips zu geben, wie du einen Whisky beschreiben sollst. Aber am besten ist es immer, dass zu sagen, was man selbst denkt und fühlt. Einen Laphroig wird man relativ leicht beschreiben können, ist er doch in der nase leicht medizinisch, fast wie Kampfer, am gaumen salzig (typisch für die Islays), und im Abgang warm und wie Tiroler Speck (pardon: Schinken). bei anderen, wie beim MacAllen, wird es schwieriger. Aber zum Trost: das Vokabular kommt mit der erfahrung, und im Normalfall kann es nicht schaden, andere zu fragen, wie sie das jeweilige Produkt bewerten und bschreiben würden. Und noch etwas: überall sind Blender (und damit meine ich keine Destillerieangestellten, die Whisky verschneiden), die nur viel warme Luft von sich geben, tolles von sich geben, das nichts aussagt. Also weiterhin: probieren, probieren, probieren (aber nicht zum Alkoholiker werden *gg*), und es kommt von alleine. Cheers, Mike.
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Jens - Jürgen Härtel
28.12.2001 20:24
Re: Re: Beim Tasting die richtigen Worte finden
An Chris Keller: Ich denke es ist nicht zwingend notwendig mit dem Vokabular zu hantieren, dass u.a. in der Literatur verwendet wird. Jeder empfindet bekanntlich auch geschmacklich anders, folglich kann auch eine Beschreibung dieser Empfindung nur individuell sein. Mir persönlich ist es lieber ein Tester drückt mit eigenen Worten das aus, was er subjektiv schmeckt, riecht, empfindet, auch wenn diese Beschreibung dann nicht dem "Standard Vokabular" entspricht, als das mir so ein "Binschonüberallgewesenkennichschonalles" Besserwisser weis machen will, das dieser oder jener Whisky so typisch nach dem duftenden Heidekraut vom Nordhang des Berges unterhalb der letzten Felsengruppe schmeckt, womöglich noch unter Verwendung exakt definierter, vorgegebener "Whiskytestwörter". Probieren und genießen und selbst kreativ bei der Beschreibung sein ist die Losung, oder ?
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Werner F. Lorenz
26.6.2002 12:58
Re: Beim Tasting die richtigen Worte finden
Hallo Chris, Mike hat schon recht, nur kann man seinen Geruchssinn an allem üben (auch wenn Whisky eines der allerbesten Testobjekte ist *ggg*). Konzentrier' dich einfach immer und überall auf deinen Geruchssinn und beschreibe für dich wie es riecht. Anfangs mag es vielleicht im Wald noch so klingen, wie "Ich rieche Holz", aber schnell wirst du im Geruch Kräuter, Harz, Pilze, usw. feststellen. Und wenn dich der Poet reitet, darfst du durchaus auch die Tageszeit oder die Temperatur riechen (ich hatte anfangs einmal einen Vodka gekostet, der schmeckte - schon immer versuche ich alle Sinne zu verknüpfen - nach einer frühsommerlichen Waldwiese kurz vor Mittag, auf der um die Blüten der Blumen Schmetterlinge im Sonnenlicht tanzten. Mein Gegenüber schaute mich zwar etwas sonderbar an, jedoch war dies genau mein subjektives Bild, das dieser Vodka hervorrief). Je mehr du für dich beschreibst, um so mehr wirst du vermittlen können. Und bei alledem: Viel Genuß und Spaß Werner
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Michael Martini
25.10.2003 21:12
Re: Beim Tasting die richtigen Worte finden
Die Assoziationen, die ein Whisky hervorruft, sind sehr individuell und jeder muß für sich herausfinden, welcher Assoziation welchem Geruchsstoff entspricht. Dein Geruchssinn ist besser als Du denkst, Du must Ihm nur 'Gehör' schenken und es auch noch verstehen. Bei vielen alten Whiskies (so 30 Jahr und mehr) denke ich oft an eine Waldhütte. Mir fiel dann irgendwann mal auf, daß (ganz banal) starke Eichenaromen diese Assoziation hervorrufen. Gruß DS
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olaf jacobsen
28.5.2004 13:25
Re: Re: Beim Tasting die richtigen Worte finden
Auf was für miesen Tastings wart Ihr eigentlich? Wer waren da die Connoisseure? Sei 6 Jahren veranstalte ich Tastings und es gibt immer einige Teilnehmer die etwas schüchtern in der Ecke schlürfen. Es ist nach meiner Auffassung die Aufgabe und verdammte Pflicht und Schuldigkeit eines Vortragenden, die Teilnehmer mit einzubeziehen, Ihnen beizubringen wie man richtig riecht und probiert, dann gibt es auch keine ausdrucks Probleme mehr.Erst dann macht die Veranstaltung überhapt sinn. Ein Tasting ist ja nun kein Kinobesuch und kostet grade jungen Meschen einen guten Teil des Gehaltes! Dafür sollte man auch einiges erwarten. Am besten man besucht erstmal ein Einführungs Tasting das nach Möglichkeit "BLIND" sein sollte, damit man nicht von großen Namen abgelenkt ist.Meine Tastings werden ab jetzt auch hier unter "events" angekündigt wenn ihr mal in der Nähe seit, würde ich mich freuen Euch zu sehen, seis zur Einführung in die Geruchssinne oder zum Fachsimpeln. Auf jedenfall finde ich es toll das Ihr Euch so super engagiert!!! Weiter so! Der weg zum Kenner ist ein langer, aber verdammt schöner!! Slàite Mbhar Olaf Whisky Lounge Neumünster
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