ie Brennerei wurde im Jahre 1896 vom in Perth ansässigen Whiskybaron Tommy Dewar erbaut und liegt am östlichen Ende des Dorfes Aberfeldy direkt am River Tay, diesen überblickend. Die Bauzeit betrug rund zwei Jahre (1896 bis 1898). Die Destillerie wurde im typisch spätviktorianischen Stil erbaut. Auch heute noch ist die Lizenz für Aberfeldy in den Händen von John Dewar & Sons Ltd., welche einen Großteil ihrer Basismalts für die Dewar's Blends von hier beziehen. Die Hauptwasserquelle für die Whiskyherstellung ist der Bach Pitilie Burn, welcher bis 1867 eine andere Brennerei versorgte.
Während des 1. Weltkrieges (1914 bis 1918) mußte die Brennerei 1917 schließen, da die Regierung die Gerstevorräte zur Produktion von Nahrungsmitteln benötigte. Die Brennerei wurde bereits 1919 wiedereröffnet, mußte jedoch wegen Ausbruch des 2. Weltkrieges (1939 bis 1945) bald wieder geschlossen werden. 1972 und 1995 wurde die Brennerei renoviert, wobei 1972 für die vier Brennblasen ein neues Brennhaus gebaut wurde. Die eigene Mälzerei mußte jedoch einer Tierfutteranlage weichen. 1998 wurde die Marke Dewar's White Label von United Distillers Ltd. an Bacardi verkauft. In diesem Paket waren auch die Brennereien Aberfeldy, Aultmore, Craiggelachie und Royal Brackla enthalten.
Abfüllungen des Aberfeldy sind die idealen Aperitifs und führt leider ein wenig ein Schattendasein. So ist die nach der Stadt benannte Brennerei kaum bekannt und genießt daher mehr das Lob der Blendmeister als das Ansehen der Whiskyliebhaber. Es kommen zwar Besucher in die Stadt, jedoch eher wegen der Eichhörnchen, die den weitläufigen Park und den Naturpfad bevölkern. Das Projekt wurde seinerzeit vom schottischen Naturschutzverband durchgeführt, jedoch unter Beteiligung des damaligen Destillerieleiters Brian Bisset. Daher wohl auch das Eichhörnchen auf dem Etikett des Aberfeldy.
In den Jahren 1972 bis 1973 wurde die Brennerei umgebaut und mit vier neuen Brennblasen ausgestattet. Die zwei Spirit Stills haben je ein Fassungsvermögen von 20372 Litern.
© Diese Beschreibung wurde uns freundlicherweise von Karl-Heinz Wirth (www.zorpheus.net) zur Verfügung gestellt. Sämtliche Rechte liegen beim Autoren.