er auf dem Besitz der Brennerei gefundene Brunnen "St. Drostan's Well" weist auf eine antike Vergangenheit hin, in der das schmale Tal im Besitz einer Druidengemeinschaft war. Der Name "Aberlour" kommt aus dem Gälischen und bedeutet "Mund des plätschernden Baches" ("mouth of the chattering burn"). Vielleicht war gerade diese Wasserquelle der Anlaß an dieser Stelle 1826 eine Brennerei zu errichten (was in der Werbung auch immer stark hervorgehoben wird, auf den Flaschen selbst findet man jedoch nur das Jahr 1879, das Jahr des Wiederaufbaus). Neben diesem Brunnen benutzt die Brennerei heute mehrere Quellen aus der Nähe des Berges Ben Rinnes. 1898 wurde die Anlage nach einem Großfeuer vernichtet. 1973 wurde die Brennerei auf vier Brennblasen erweitert. Die Brennerei wechselte mehrmals den Besitzer, bis sie dann schließlich 1945 von Campell Distillers Ltd. (mittlerweile eine Tochterfirma des französischen Getränkekonzerns Pernod Ricard, Jahr der Übernahme: 1974) übernommen wurde.
Sehenswert ist der in der Nähe der Brennerei liegende Wasserfall Lynn of Ruthie, der dort etwa neun Meter tief in den Lour Burn hinabstürzt. Das Wasser der einst dort befindlichen Quelle soll schon von Druiden und später von St. Dunstan zum Taufen benutzt worden sein.
Die Qualität des Aberlour wurde in den letzten Jahren stark verbessert, indem man immer mehr Whisky aus Sherry- und Bourbonfässern hinzufügte. Der ehemalig etwas bittere Aberlour wurde dadurch zunehmend cremiger, ähnlich dem Macallan, und eignet sich ausgezeichnet als Digestif. Mittlerweile zählt Aberlour, gemessen an den Verkaufszahlen, zu den internationalen Topmarken.
Die Brennerei ist mit vier Brennblasen ausgestattet.
© Diese Beschreibung wurde uns freundlicherweise von Karl-Heinz Wirth (www.zorpheus.net) zur Verfügung gestellt. Sämtliche Rechte liegen beim Autoren.